Historische Adressbücher

Projekt

Das Projekt

Die historischen Adressbücher sind eine wichtige Quelle zur Sozial- und Kulturgeschichte. Nicht nur Fragen nach dem genauen Wohnort der Urgroßeltern oder den Bewohnern einzelner Häuser lassen sich beantworten. Auch die Öffnungszeiten der Königlichen Öffentlichen Bibliothek vor 100 Jahren, der Vorstand des Bienenzüchtervereins oder eine Übersicht der damals in Dresden erscheinenden Zeitungen sind darin nachzulesen.
Wer Antworten auf diese Fragen suchte, musste bisher in die SLUB kommen, sich die Mikrofilme der historischen Adressbücher nehmen und einige Zeit an den Leseplätzen einplanen, um die Einwohnerverzeichnisse und die Häuserbücher der in Frage kommenden Jahre zu durchsuchen.

Die SLUB, die Städtischen Bibliotheken Dresden und das Dresdner Stadtarchiv haben daher gemeinsam das Projekt zur Digitalisierung und Erschließung der Adressbücher initiiert. Begonnen wurde mit den Dresdnern, die 1702 beginnen und zwischen 1831 und 1943/44 nahezu lückenlos vorliegen. Die Digitalisierung erfolgte im Digitalisierungszentrum der SLUB und anschließend erhielten die digitalen Ausgaben umfangreiche Inhaltsverzeichnisse. Um darüber hinaus auch eine Suche nach Personen und Straßen zu ermöglichen, wurden die jeweils ersten Personen- und Straßennamen jeder Seite der Einwohnerverzeichnisse und Häuserbücher in einer Datenbank erfasst. Dabei wurden wir tatkräftig von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen unterstützt.

Im Herbst 2012 ging das Portal online und die Dresdner Adressbücher waren die ersten, Bautzen, Blasewitz, Chemnitz, Meißen und Pirna folgten. Das Projekt ist damit jedoch nicht abgeschlossen, sondern wir haben noch viele weitere Ideen, beispielsweise die einer Straßennamen-Konkordanz, die Umbenennungen von Straßennamen bei der Suche berücksichtigt.

Anzeige aus dem Dresdner Adressbuch von 1895

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